Ausbildung

Die Bremer Psychoanalytische Vereinigung e.V. ( BPV ) bietet eine Ausbildung zum Psychoanalytiker/in nach den Richtlinien der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung e.V. (DPV), Zweig der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA), an. Ausbildungskandidaten/innen, die die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, erwerben auf Antrag die Mitgliedschaft der DPV und der IPA. Das angebotene Curriculum der BPV berücksichtigt die Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes (PTG), die Weiterbildungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT), die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen und die in der vertragsärztlichen Versorgung geltenden Psychotherapie-Richtlinien. 

Unter den Teilnehmern/innen am Lehrprogramm werden vier Gruppen unterschieden:

  1. Solche, die die Ausbildung zum/r Psychoanalytiker/in nach den Ausbildungsrichtlinien der DPV absolvieren wollen 
  2. Ärzte und Ärztinnen, welche die Zusatzbezeichnungen Psychoanalyse und/oder Psychotherapie erwerben wollen 
  3. Master-Psychologen/innen, die die Approbation nach dem PTG anstreben und den Fachkundenachweis in psychoanalytisch begründeten Verfahren erwerben wollen 
  4. Teilnehmer der Weiterbildung zum Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalytiker nach den Richtlinien der DPV/IPA. 

Zulassungsbedingungen

Die Zulassung zur psychoanalytischen Ausbildung bei der BPV ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  1. Persönliche Eignung: Dazu werden mindestens drei Bewerbungsinterviews von unterschiedlichen Lehranalytikern/innen durchgeführt. Die Feststellung der persönlichen Eignung geschieht auf Empfehlung der Interviewer durch den zentralen Ausbildungsausschuss der DPV.
  2. Wissenschaftliche Vorbildung: Als wissenschaftliche Vorbildung gilt in der Regel das abgeschlossene medizinische oder psychologische Hochschulstudium. Auch Bewerber/innen aus anderen akademischen Berufen können bei besonderer Eignung zugelassen werden. Letztere können jedoch nicht im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung psychoanalytische Behandlungen durchführen.

 

Verlauf der Ausbildung zum Psychoanalytiker/in 

Die volle psychoanalytische Ausbildung umfasst: 

  1. Die Analyse der eigenen Person (Lehranalyse), 

    die bei einem vom zentralen Ausbildungsausschuss der DPV dazu autorisierten Psychoanalytiker/in (Lehranalytiker/in) durchzuführen ist und in der Regel die gesamte Ausbildung begleitet.

  2. Die theoretische Ausbildung.

  3. Die praktische Ausbildung: 

    Sie besteht aus der Durchführung psychoanalytischer Erstinterviews und der Durchführung von psychoanalytischen Behandlungen unter Supervision (Kontrollanalyse). 

    Die Ausbildung beginnt mit der Aufnahme der Lehranalyse. Zeitversetzt beginnt die Teilnahme an Theorieveranstaltungen und die Durchführung psychoanalytischer Erstinterviews im Rahmen der Institutsambulanz. Diese erste Phase der Ausbildung findet ihren Abschluss im Vorkolloquium, welches im Rahmen einer DPV-Tagung abgelegt wird. 

    Nach bestandenem Vorkolloquium erhält der Ausbildungs-teilnehmer den Kandidatenstatus. Ab nun können eigene psychoanalytische Behandlungen als Ausbildungsanalysen unter Kontrolle eines Lehranalytikers/in durchgeführt werden. Nach mindestens zwei hochfrequenten (mindestens vierstündig) Ausbildungsanalysen mit einem Umfang von mehr als 300 Stunden kann von den Kontrollanalytikern eine Empfehlung zum Kolloquium an den zentralen Ausbildungsausschuss der DPV ausgesprochen werden. Die Ausbildung findet ihren Abschluss durch das erfolgreiche Kolloquium. Wie auch das Vorkolloquium wird dieses durch die DPV auf einer DPV-Tagung abgenommen. Über den Erfolg des Kolloquium entscheidet der zentrale Ausbildungsausschuss der DPV. 

Anerkennung als Richtlinienverfahren

Das integrative Ausbildungsmodell der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung ermöglicht einen für den Bereich der vertragsärztlichen Versorgung anerkannten Abschluss (gemäß der Psychotherapie-Richtlinien bzw. dem Psychotherapeutengesetz). Die so abgeschlossene Ausbildung berechtigt Ärzte und Ärztinnen und Psychologen und Psychologinnen zur Ausübung von psychoanalytisch begründeten Verfahren (analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) und erfüllt die Voraussetzungen für eine Zulassung im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung.

Qualifikation für die Weiterbildung zum Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalytiker nach den Richtlinien der DPV/IPA 

Im Rahmen des Curriculums der BPV können dafür gekennzeichnete Veranstaltungen besucht werden, die für die Weiterbildung zum Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalytiker nach den Richtlinien der DPV/IPA anerkannt sind. 

Zusatzbezeichnung Psychoanalyse und Psychotherapie für Ärzte/innen

Das Ausbildungsangebot bei der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung ermöglicht Ärzten/innen die Erlangung der Zusatzbezeichnungen Psychoanalyse und Psychotherapie im Rahmen der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen. Die dafür geöffneten Veranstaltungen sind besonders gekennzeichnet.

Zeit und Ort der Veranstaltungen 

Ausbildungsseminare finden in der Regel in den Abendstunden im Institut der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung,
Graf-Moltke-Str. 62, 28211 Bremen, statt. 

Gebühren

Die Semestergebühr für zugelassene Ausbildungsteilnehmer/innen und Kandidaten/innen in der Ausbildung zum Psychoanalytiker / zur Psychoanalytikerin beträgt 225.- €. Für die Zusatzbezeichnung Psychotherapie beträgt sie 175.- €.
Von Gasthörern/innen an wissenschaftlichen Veranstaltungen wird eine Gebühr von 12.- € pro Doppelstunde erhoben. Die für Gäste offenen Veranstaltungen sind im Semesterprogramm gesondert gekennzeichnet.
Überweisungen bitte auf das Konto DE45 2919 0024 0019 5529 00 bei der Bremischen Volksbank (GENODEF1HB1).

Für Lehranalysen und Ausbildungsanalysen für den DPV-Abschluß sind die Lehranalytiker der DPV zuständig. 

Lehranalytiker des Instituts: 
Dr. phil. Isabel Bataller
Prof. Dr. med. Georg Bruns   
Dr. phil. Udo Hemken   
Dipl.-Psychologin Christa Hoffmann  
Dr. phil. Gabriele Junkers    
Prof. Dr. phil. Elfriede Löchel
Dipl.-Psychologe Detlef W. Schäfer
Dr. med. Torsten Siol
Dr. med. Peter Subkowski

Für die Ausbildungsanalysen und die Supervisionen der Ausbildungsbehandlungen für den PTG-Abschluß und für den Abschluß im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung sind, neben den Lehranalytikern/innen des Instituts, die Supervisoren zuständig. 

Supervisoren des Instituts: 
Dr. phil. Isabel Bataller
Dipl.-Psychologe Jens Bozetti
Prof. Dr. med. Georg Bruns
Dipl.-Psychologin Renate Flor
Dr. phil. Udo Hemken
Dipl.-Psychologin Christa Hoffmann
Dr. phil. Gabriele Junkers
Dr. med. Astrid Keune
Dipl.-Psychologin Anna-Barbara Koch
Dr. phil. Marlies Köster-Schlutz
Dr. med. Ralf Knübel
Dipl.-Psychologin Ulrike Kretschmann
Prof. Dr. phil. Elfriede Löchel
Dr. med. Karsten Münch
Dr. phil. Gabriele Reichel-Kaczenski
Dipl.-Psychologe Detlef W. Schäfer
Dipl.-Psychologin Beate Siegfried
Dr. med. Torsten Siol
Dr. med. Peter Subkowski
Dr. phil. Gabriele Treu
Dr. med. Ilse Wick-Dammann

Supervisoren und Selbsterfahrungsleiter im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung
Dr. phil. Isabel Bataller
Prof. Dr. med. Georg Bruns
Dr. med. Astrid Keune
Prof. Dr. phil. Elfriede Löchel
Dr. med. Karsten Münch
Dipl.-Psychologe Detlef W. Schäfer
Dr. med. Torsten Siol
Dr. med. Peter Subkowski
Dr. phil. Gabriele Treu
Dr. med. Ilse Wick-Dammann

Da die Befugnisse zur ärztlichen Weiterbildung unterschiedlich definiert sind, können genauere Informationen hierzu bei den Supervisoren und Selbsterfahrungsleitern erfragt werden.

Supervisorensprecherin:
Dipl.-Psych. Beate Siegfried

Vertrauenspersonen für Ausbildungsteilnehmer/innen und Kandidaten/innen
Dr. med. Karsten Münch und Dr. phil. Gabriele Treu

Ansprechpartnerin für die Weiterbildung zum Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalytiker nach den Richtlinien der DPV/IPA:
Marita Barthel-Rösing

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Wintersemester 2017/18 (PDF)