Ausbildung

Die Bremer Psychoanalytische Vereinigung e.V. ( BPV ) bietet eine Ausbildung nach den Richtlinien der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung e.V. (DPV), Zweig der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA), an. Ausbildungskandidaten/innen, die die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, erwerben auf Antrag die Mitgliedschaft der DPV und der IPA. Das angebotene Curriculum der BPV berücksichtigt die Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes (PThG), die Weiterbildungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT), die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen und die in der vertragsärztlichen Versorgung geltenden Psychotherapie-Richtlinien. 

Unter den Teilnehmern/innen am Lehrprogramm werden drei Gruppen unterschieden:

  1. Psychologen/innen, die die Ausbildung zum/r Psychoanalytiker/in nach den Ausbildungsrichtlinien der DPV absolvieren und gleichzeitig die Apporbation nach dem PThG anstreben und den Fachkundenachweis in psychoanalytisch begründeten Verfahren anstreben wollen.
  2. Ärzte/innen, die die Ausbildung zum/r Psychoanalytiker/in nach den Ausbildungsrichtilinien der DPV absolvieren und gleichzeitig die Zusatzbezeichnungen Psychoanalyse erwerben wollen.
  3. Ärzte/innen, die die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung „fachgebundene Psychotherapie” anstreben wollen.

Zulassungsbedingungen

Die Zulassung zur psychoanalytischen Ausbildung bei der BPV ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  1. Persönliche Eignung: Dazu werden mindestens drei Bewerbungsinterviews von unterschiedlichen Lehranalytikern/innen durchgeführt. Die Feststellung der persönlichen Eignung geschieht auf Empfehlung der Interviewer/innen durch den zentralen Ausbildungsausschuss der DPV.
  2. Wissenschaftliche Vorbildung: Als wissenschaftliche Vorbildung gilt in der Regel das abgeschlossene medizinische oder psychologische Hochschulstudium (Master im Fach Klinische Psychologie). Auch Bewerber/innen aus anderen akademischen Berufen können bei besonderer Eignung zugelassen werden. Letztere können jedoch nicht im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung psychoanalytische Behandlungen durchführen.

 

Verlauf der Ausbildung zur Psychoanalytikerin oder zum Psychoanalytiker

Die volle psychoanalytische Ausbildung umfasst: 

  1. Die Analyse der eigenen Person (Lehranalyse), 

    die bei einem/r vom zentralen Ausbildungsausschuss der DPV dazu autorisierten Psychoanalytiker/in (Lehranalytiker/in) durchzuführen ist und in der Regel die gesamte Ausbildung begleitet.

  2. Die theoretische Ausbildung.

  3. Die praktische Ausbildung: 

    Sie besteht aus der Durchführung psychoanalytischer Erstinterviews und der Durchführung von psychoanalytischen Behandlungen unter Supervision. 

    Die Ausbildung beginnt mit der Aufnahme der Lehranalyse. Zeitversetzt beginnt die Teilnahme an Theorieveranstaltungen und die Durchführung psychoanalytischer Erstinterviews im Rahmen der Institutsambulanz. Diese erste Phase der Ausbildung findet ihren Abschluss im Vorkolloquium, welches im Rahmen einer DPV-Tagung abgelegt wird. 

    Nach bestandenem Vorkolloquium erhält der/die Ausbildungsteilnehmer/in den Kandidatenstatus. Ab nun können eigene psychoanalytische Behandlungen als Ausbildungsanalysen unter Kontrolle eines/r Lehranalytikers/in durchgeführt werden. Nach mindestens zwei hochfrequenten (mindestens vierstündig) Ausbildungsanalysen mit einem Umfang von mehr als 300 Stunden kann von den Kontrollanalytikern eine Empfehlung zum Kolloquium an den zentralen Ausbildungsausschuss der DPV ausgesprochen werden. Die Ausbildung findet ihren Abschluss durch das erfolgreiche Kolloquium. Wie auch das Vorkolloquium wird dieses durch die DPV auf einer DPV-Tagung abgenommen. Über den Erfolg des Kolloquium entscheidet der zentrale Ausbildungsausschuss der DPV. 

Anerkennung als Richtlinienverfahren

Das integrative Ausbildungsmodell der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung ermöglicht einen für den Bereich der vertragsärztlichen Versorgung anerkannten Abschluss (gemäß den Psychotherapie-Richtlinien bzw. dem Psychotherapeutengesetz). Die so abgeschlossene Ausbildung berechtigt Ärzte/innen und Psychologen/innen zur Ausübung von psychoanalytisch begründeten Verfahren (analytische Psychotherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung.

Zusatzbezeichnung fachgebundene Psychotherapie für Ärzte/innen

Das Ausbildungsangebot bei der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung ermöglicht Ärzten/innen die Erlangung der Zusatzbezeichnung fachgebundene Psychotherapie im Rahmen der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen. Die dafür offenen Veranstaltungen sind gekennzeichnet.

Weiterbildung Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie

Im Rahmen der überregionalen Weiterbildung in psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie der DPV bieten wir einzelne Elemente an. Interessierte können sich zu einem Informationsgespräch über diesen Weiterbildungsgang bei der öAA-Leitung oder bei Frau Maya Nadig melden.

 

Weiterbildung in Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse

Im Rahmen der überregionalen Weiterbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalytiker der DPV bieten wir einzelne Elemente an.  Interessierte können sich für Informationen an Frau Marita Barthel-Rösing wenden.

Zusatzbezeichnung Psychoanalyse und Psychotherapie für Ärzte/innen

Das Ausbildungsangebot bei der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung ermöglicht Ärzten/innen die Erlangung der Zusatzbezeichnungen Psychoanalyse und Psychotherapie im Rahmen der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen. Die dafür geöffneten Veranstaltungen sind besonders gekennzeichnet.

Zeit und Ort der Veranstaltungen 

Ausbildungsseminare finden in der Regel in den Abendstunden im Institut der Bremer Psychoanalytischen Vereinigung, Graf-Moltke-Str. 62, 28211 Bremen, statt. 

Gebühren

Die Semestergebühr für zugelassene Ausbildungsteilnehmer/innen und Kandidaten/innen in der Ausbildung zum Psychoanalytiker/zur Psychoanalytikerin beträgt 225.- €. Für die Zusatzbezeichnung Psychotherapie beträgt sie 175.- €.
Von Gasthörern/innen an wissenschaftlichen Veranstaltungen wird eine Gebühr von 12.- € pro Doppelstunde erhoben. Die für Gäste offenen Veranstaltungen sind im Semesterprogramm gesondert gekennzeichnet.
Überweisungen bitte auf das Konto DE45 2919 0024 0019 5529 00 bei der Bremischen Volksbank (GENODEF1HB1).

Download Semesterheft

Wintersemester 2018/19 (PDF)